Falsos Positivos

In Kolumbien ist der 59-jährige Chef der Streitkräfte zurückgetreten. Er ist in letzter Zeit wegen Morden an Zivilpersonen ins Zwielicht geraten. Die Armee soll Zivilpersonen umgebracht und sie als Rebellen ausgegeben haben.

Die sogenannten “falsos positivos” sind Morde an Zivilisten durch die kolumbianische Armee, um die Statistiken der “im Kampf getöteten Guerilleros” nach oben hin zu verfälschen. Einerseits gibt es eine persönliche Motivation eines jeden Soldaten ein Kopfgeld einzustreichen, andererseits besteht das Interesse der Regierung Resultate im “Kampf gegen den Terrorismus” gegenüber dem Geldgeber USA zu liefern. So sieht die Logik und der perverse Kreislauf des Krieges in Kolumbien aus.

Zum Artikel in der NZZ geht es hier.

Zum Artikel in El Espectador geht es hier.

Die “Falsos Positivos” werden sehr wohl von den Medien thematisiert wie das Beispiel hier (noticias uno) zeigt. Meist geschieht dies aber auf eine oberflächliche Art und Weise, die den kolumbianischen Konflikt als eine Art Naturkatastrophe darstellt.

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