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	<description>Bucaramanga, Colombia</description>
	<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 23:06:36 +0000</pubDate>
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		<title>Luis und Luis, die zwei ermordeten Gewerkschafter Barrancabermejas</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 23:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>luca</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Schweiz vor der Ratifizierung eines Freihandelsabkommens mit Kolumbien steht, Bundesrätin Doris Leuthard den kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe in Bogotá für seine Politik der &#8220;demokratischen Sicherheit&#8221; lobt und bürgerliche Nationalräte eine Verbesserung der Menschenrechtslage durch &#8220;intensivere Handelsbeziehungen&#8221; erzielen wollen, legen ausgerechnet die USA, wichtigster Verbündeter Kolumbiens, den Abschluss eines Freihandelsabkommens auf Eis. Solange das systematische Morden, Vertreiben und Bedrohen von Gewerkschaftern anhält, so die Obama-Administration, ist nicht an Ratifizierung zu denken.</p>
<p>Seit 1986 wurden in Kolumbien über 2&#8242;500 Gewerkschafter ermordet und der Mord an zwei Aktivisten der Busfahrergewerkschaft Sincontrainder im Jahre 2001 reiht sich ein in diese unheimliche Serie. Warum müssen einfache Busfahrer, Familienväter, ihr Leben lassen für so triviale Forderungen wie Arbeitsverträge, Lohnerhöhungen oder eine Krankenversicherung? Ich begleite einen Anwalt und eine Psychologin der <a href="http://www.corporacioncompromiso.org/" target="_self">Corporación Compromiso</a> nach Barrancabermeja, Ort des Geschehens.<br />
<span id="more-204"></span></p>
<p>Barrancabermeja ist mit seinen 300&#8242;000 Einwohnern für kolumbianische Verhältnisse eine Kleinstadt und besiedelt wurde sie erst 1922. In Barranca,  wie die Stadt von ihren Bewohnern der Kürze halber genannt wird, plätschert das Leben so vor sich hin. Die unmenschliche Hitze, 40 Grad Celsius im Schatten zeigt das Thermometer an warmen Tagen, bewegt die Barramejos dazu die Dinge &#8220;poco a poco&#8221;, eins nach dem anderen, anzugehen. Manch einer nutzt während den ersten Stunden des Tages die Milde der noch tiefstehenden Sonne, um sich aus seinem einstöckigen Haus zu schleppen und sich für den Rest des Tages auf einem Schauckelstuhl im Patio oder im Schatten eines der zahlreichen Bäume zu installieren. Andere wiederum lassen sich gleich in einer der zahlreichen Tavernen am Ufer des Rió Magdalena nieder, wo sie sich dem Genuss eiskalt gekühlter Cerveza hingeben und wo schon um neun Uhr morgens respektable Mengen Altglas die Tische zieren.</p>
<p>Es ist schön, so durch Barranca zu schlendern, der Klang melancholischen Vallenatolieder im Ohr und nur wenige Gedanken im durch Hitze und Hopfen belämmerten Kopf. Es ist schön, so dem Schatten nach zu schleichen, mit den herzlichen Bewohnern zu schwatzen, einem fliegenden Händler eine frische Mango abzukaufen. Man würde nichts böses denken, würden einem nicht Blackhawks der kolumbianischen Luftwaffe über den Kopf hinweg donnern, würde nicht schwarzer Rauch aus Kaminen so hoch wie Wolkenkratzer den blauen wolkenlosen Himmel verdunkeln. Barrancabermeja ist auch bekannt als &#8220;la capital del Oro Negro&#8221;, die Hauptstadt des schwarzen Goldes. Die Stadt macht keinen Hehl aus ihrer Abhängigkeit vom fossilen Brennstoff: Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der &#8220;Cristo petrolero&#8221;, der Erdöl-Christus, ein Monument Jesus Christus, ganz dem Erdöl gewidmet. Auf den saftigen Feldern rund um die Stadt sieht man sie gleich zu Dutzenden, die gelben geierhaften Ölpumpen des staatlichen Energiekonzern Ecopetrol, welche inmitten weidender Büffel das Erdöl aus den Tiefen der kolumbianischen Erde pumpen. In der Stadt dann befindet sich sich die grösste Raffinerie des Landes, in der das Rohöl zu Benzin verarbeitet wird, bevor es über den Rió Magdalena in die grossen Häfen der Karibikküste gelangt, wo es nach Europa oder in die Vereinigten Staaten verschifft wird und sich endgültig in harte Devisen verwandelt. Devisen, welche Fluch und Segen gleichermassen bedeuten. Segen für einige wenige, welche sich zumeist in der Konzernzentrale in Bogotá befinden. Fluch für viele, namentlich die Bewohner Barrancas, die sich jahrzehntelang zwischen den Fronten von Guerilla, Paramilitärs und Armee wiederfanden, mitten in einem blutigen Krieg um die Kontrolle der ressourcenreichen und geopolitisch wichtigen Stadt.</p>
<p>Nur wenige sichtbare Narben zeugen heute von diesem Krieg. Graffitis an den Wänden zum Beispiel, oder das Denkmal des marxistischen Priesters Camilo Torres, welches nur noch &#8220;el descabezado&#8221;, der Enthauptete, genannt wird: Eine Gruppe Paramilitärs sprengte dem Monument noch am Tage der Einweihung den Kopf weg.  Heute ist der Krieg zu Ende in Barrancabermeja, die unheilvolle Allianz zwischen Paramilitärs und Staat scheint ihn für sich entschieden zu haben. Doch Ruhe ist damit nur an der Oberfläche eingekehrt.</p>
<p>Im kleinen fensterlosen Büro der lokalen Busfahrergewerkschaft Sincontrainder steht die Zeit still. An der Decke surrt gemächlich ein Ventilator. Das grelle Neonlicht flackert im Gleichschritt mit der Rotation des Propellers. Eine Uhr, welche schon lange zu ticken aufgehört hat, ziert die lachsfarbene Wand, gleich neben einem Camilo Torres Kalender aus den Neunzigerjahren. Hinter dem Bürotisch des Präsidenten hängen die Portraits von sieben Männern, stilisiert wie Heilige, gemalt mit Öl auf hellblauen Hintergrund. Es sind die Portraits sechs einfacher Busfahrer Barrancas, welche ihr Leben liessen, erschossen wurden, im Kampf der Gewerkschaft für einen würdigen Arbeitsplatz. Die anhaltenden Drohungen, Vertreibungen, den Tod ihrer Freunde sieht man Edgar, Rafael und Jose auf den ersten Blick nicht an. Die drei älteren Herren lümmeln auf roten Plastikstühlen rum, scherzen, lachen, diskutieren lauthals. Ihre Gäste behandeln sie wie Könige. Erst als wir auf den Mord an ihren sieben Kamaraden zu sprechen kommen, verstummen sie, blicken zu Boden. Rafael, der Schatzmeister, zieht seine Brille ab, wischt sich den Schweiss von der Stirne und seufzt: &#8220;Seit unserer Gründung versuchen sie uns auszulöschen&#8221;. Sie, das sind die Geschäftsführer des lokalen Transportunternehmen San Silvestre, dessen Busetas, alte stinkende Kleinbuse japanischer Produktion, auf den Strassen von Barranca allgegenwärtig sind und fast den gesamten öffentlichen Verkehr Barrancas bewältigen.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 2001 und Barranca befindet sich vollständig unter Kontrolle der rechtsgerichteten paramilitärischen Gruppierung AUC (Autodefensas Unidas de Colombia). Die AUC treibt Steuern ein, regelt den Verkehr, schlichtet Ehestreitigkeiten, schaltet und waltet wie es ihr beliebt. Wer in Barranca Geschäfte machen will kommt nicht an der AUC vorbei. Vielen Unternehmen kommt die Präsenz der hochgerüsteten Verbrecherbande nicht ungelegen. Sie nutzen die Gunst der Stunde um mit alten Feinden abzurechen.  So auch San Silvestre, welche bei seinen Busfahrern schon bald tägliche Beiträge für &#8220;freiwillige Ersparnisse&#8221; einfordert. Ersparnisse welche in Form von Schutzgeldzahlungen an die AUC gelangen. Als die Paramilitärs Anfangs Oktober ein grosses regionales Treffen einberufen hilft San Silvestre noch so gerne aus und stellt eine Flotte von zwanzig Bussen zur Verfügung, welche Paramilitärs aus der gesamten Gegend zum Verbrechertreff fahren.</p>
<p>Zur selben Zeit nehmen die Spannungen zwischen Gewerkschaft und Unternehmen zu. Die Gewerkschaftsmitglieder verweigern die Bezahlung der &#8220;Vacuna&#8221;, Impfung, wie die Schutzgeldzahlung in Kolumbien gennant wird. Das Unternehmen im Gegenzug will die Störefriede endlich loshaben, denn die achtzehn Mitglieder sind die letzten verbleibenden Angestellten mit unbefristetem Arbeitsvertrag. Die restlichen über hundert Mitarbeiter wurden hingegen längst, wie es überall in Kolumbien zur traurigen Regel wurde, in schlecht bezahlte, zerstückelte Arbeiterkooperativen ohne Sozialleistungen ausgelagert. San Silvestre versucht deshalb die Gewerkschafter durch Bestechung, Einschüchterungen und juristische Tricks zur freiwilligen Kündigung zu bewegen. Ohne Erfolg. Am 13. Oktober 2001 eskaliert der Streit, als der Geschäftsführer ein Treffen mit der Gewerkschaft platzen lässt und unauffindbar bleibt. Der Präsident der Gewerkschaft Luis Alberto Lopez Plata und sein  Schatzmeister Luis Manuel Anaya Aguas  wissen sich nicht mehr anders zu helfen und hindern die Sekräterin am Verlassen des Büros, solange bis der Geschäftsführer endlich zu den Verhandlungen erscheint.</p>
<p>Drei Tage später, um sieben Uhr in der Früh, Luis Amayas Frau und seine vier Kinder sitzen noch am Frühstückstisch, hallen zwei Schüsse durchs Viertel im Nordwesten Barrancas. Luis Amaya wird auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Nur drei Tage später, Luis, der Schatzmeister war kaum zu Grabe getragen, ereilt Luis, den Präsidenten und ebenfalls vierfacher Familienvater, das selbe Schicksal. Mit seiner Frau will er einkaufen gehen, wird von zwei maskierten Männern angehalten, seine Frau gezwungen vom Motorrad zu steigen und er selbst mit zwei Schüssen in den Kopf getötet. Seine Frau möchte die Polizei rufen, doch keiner der durch die Schüsse aufgeschreckten Nachbarn lässt sie das Telefon nutzen. &#8220;No puedo&#8221;, lautet die Antwort - ich kann nicht</p>
<p>Der Doppelmord erregt im Barranca des Jahres 2001 nur wenig Aufmerksamkeit und im Kolumbien des einundzwanzigsten Jahrhunderts überhaupt keine. Der Mord an den zwei Busfahrern von Barranca reiht sich ein in die unfassbare Serie von über 2&#8242;500 Morden an Gewerkschaftern, was Kolumbien zum gefährlichsten Land für Arbeitnehmervertreter überhaupt macht: 60% aller weltweiten Morde an Gewerkschaftler werden in Kolumbien begannen. Im Inland wird das systematische Morden totgeschwiegen: Bis heute findet der Mord an den beiden Luis keinerlei Erwähnung in der hiesigen Presse, nicht eine einzige Randnotiz.</p>
<p>Das Aussergewöhnliche an dem Fall der beiden Gewerkschafter ist ironischerweise der Fakt, dass es überhaupt zur Anklage, zu einem Gerichtsverfahren und zur Verurteilung einiger weniger Schuldigen kam. Ein kleines Wunder, beträgt die Straflosigkeitsrate bei Morden an Gewerkschaftern doch 97%. Der Prozess entwickelte sich schleppend und kam eher zufällig ins Rollen.</p>
<p>Gleich nach seinem Amtsantritt im Jahre 2002 startet Präsident Álvaro Uribe Verhandlungen über die Demobilisierung paramilitärischer Gruppierungen. Durch Strafminderung im Rahmen der &#8220;Ley de Justicia y Paz&#8221;, des Gesetzes Gerechtigkeit und Frieden (COMPROMISO MEDIOS berichtete im Beitrag &#8220;<a href="http://www.compromiso-medios.de/2009/04/16/justicia-y-paz-demobilisierung-im-namen-der-gerechtigkeit/">Justicia y Paz - Demobilisierung im Namen der Gerechtigkeit?</a>&#8220;), ermutigt er die Paramilitärs zur Entwaffnung und zum Geständnis ihrer Verbrechen. Diese Geständnisse im Rahmen der Ley de Justicia y Paz nennen sich &#8220;versión libre&#8221;, freie Version, und entsprechend ist ihr Wahrheitsgehalt einzuschätzen.<br />
Die AUC tritt noch 2003 in den Demobilisierungsprozess ein und die Mörder von Luis Anaya und Luis Lopez, kleine Fische, gestehen die Tat. Sie sind die materiellen Täter, doch wer steckt dahinter, wer sind die Drahtzieher? In ersten Aussagen reden die Täter davon, von höchster AUC-Instanz und von den San Silvestre Geschäftsführer selbst den Auftrag erhalten zu haben &#8220;die Busfahrergewerkschaft auszulöschen&#8221;. Sechs verdächtige Hintermänner, allesamt Teilhaber von San Silvestre werden festgenommen. In der versión libre wechseln die Täter ihr Motiv: Bei den Morden handle es sich um simple Erpressungsdelikte, lautet nun die Aussage. Die Absicht der Mörder ist offensichtlich jegliche Verwicklung des Unternehmens San Silvestre und höherer Kader der AUC zu verheimlichen.</p>
<p>Im Jahre 2005 werden die materiellen Täter zu zeahnjähriger Haftstrafe verurteilt, während die Drahtzieher, die intellektuellen Täter, nach einem weiteren Verfahren im April 2009 freigesprochen werden. &#8220;In dubio pro reo&#8221;, verkündet die Urteilsschrift, im Zweifel für den Angeklagten. Die Anwälte Compromisos, welche die Gewerkschaft vertreten, legen Berufung ein und so wird der Prozess in eine weitere letzte Runde gehen, bevor das definitive Urteil gefällt wird, wohl erst im nächsten Jahr, keiner weiss es so genau. Die Bedrohungen aber gehen weiter, so oder so. Erst im April dieses Jahres wurde die Witwe Luis Anayas, selbst Gewerkschaftsführerin, vor ihrer Haustüre von einem maskierten Mann bedroht. Nur Träumer rechnen damit, dass es irgendwann zu einer Verurteilung der Hintermännern, den wahren Urhebern des Terrors gegen die Gewerkschaft Sincontrainder, kommt. Und geträumt wird schon lange nicht mehr, im fensterlosen Büro der Busfahrergewerkschaft Barrancabermejas.</p>
<p>Als wir aus dem Büro treten, hinaus auf den lauten, lebendigen Boulevard, bricht gerade die Nacht herein über Barranca. Der eben noch blaue Himmel färbt sich erst rot ehe er sich ganz verdunkelt und die schwarzen Kampfhubschrauber, den schwarzen Rauch gänzlich verschluckt - die Illusion vom sorgenfreien Barranca wird für einige Stunden Wirklichkeit. Vom Inferno des Tages befreit, erheben sich die Barramejos aus ihren Schauckelstühlen und Tavernen, strömen auf die Strassen, feiern, lachen, tanzen und trinken in einem ekszessiven Taumel voller Lebensfreude - als wäre es ihre letzte Nacht. Gegen Mitternacht fährt ein LKW-Konvoi durch die Stadt. Die mit Blumenbouquets geschmückten Lastwagen hupen an gegen den Lärm der Feiernden, wirken wie Botschafter aus einer anderen Welt. Sie zelebrieren die Feierlichkeiten zum Tage der Virgen del Carmen, der Schutzheiligen der Bus-, LKW- und Taxifahrer Kolumbiens. Man hofft, dass sie sich in Zukunft besser um ihre Schützlinge in Barrancabermeja kümmern möge.</p>
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		<title>Der weite Schatten der Ölpalme in Kolumbien</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 22:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>luca</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Der ebenso kometenhafte wie fragwürdige Anstieg der Produktion von Agrotreibstoff äussert sich in Kolumbien hauptsächlich durch die fortschreitende Expansion der Palmölplantagen (COMPROMISO MEDIOS berichtete im Beitrag &#8220;Kein Brot für Öl&#8220;). In meiner ersten Woche als Praktikant bei Compromiso hatte ich bereits die Gelegenheit an einem Forum betroffener Gemeinschaften teilzunehmen. Das &#8220;Encuentro Regional de Comunidades Palmeras&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_192" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero2.jpg"><img class="size-medium wp-image-192" title="Ein Arbeiter auf der Palmölplantage von San Alberto." src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero2-300x225.jpg" alt="Ein Arbeiter auf der Palmölplantage von San Alberto." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Arbeiter auf der Indupalma Palmölplantage von San Alberto.</p></div>
<p>Der ebenso kometenhafte wie fragwürdige Anstieg der Produktion von Agrotreibstoff äussert sich in Kolumbien hauptsächlich durch die fortschreitende Expansion der Palmölplantagen (COMPROMISO MEDIOS berichtete im Beitrag &#8220;<a href="http://www.compromiso-medios.de/2008/11/28/kein-brot-fur-ol/">Kein Brot für Öl</a>&#8220;). In meiner ersten Woche als Praktikant bei <a title="Corporacion Compromiso" href="http://www.corporacioncompromiso.org">Compromiso</a> hatte ich bereits die Gelegenheit an einem Forum betroffener Gemeinschaften teilzunehmen. Das &#8220;Encuentro Regional de Comunidades Palmeras&#8221; setzte sich zum Ziel Auswege aus der durch den Ölpalmenanbau verursachten Misere zu finden und fand vom 3. bis 4. Juli in der Gemeinde San Alberto im Departament Santander statt.</p>
<p><span id="more-180"></span></p>
<p><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentro.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-184" title="Encuentro Regional de Comunidades Palmeras" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentro-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Zusammen mit einer etwa zwanzigköpfigen Delegation bestehend aus Gewerkschaftern, Menschenrechtsaktivisten und Studenten trat ich in aller Herrgottsfrühe die dreistündige Busfahrt nach San Alberto an. Vom urbanen Bucaramanga aus schlängelte sich der Bus immer tiefer hinein ins tropische Herz von Santander. Ein Blick aus dem Fenster genügt, um zu Verstehen, weshalb die hiesige Erde schon immer dermassen hart umkämpft war und so unglaublich viel Leid, Tod und Zerstörung über seine Bewohner gebracht hat: Die Natur droht die Menschen samt ihren Häusern und Strassen richtiggehend zu verschlingen. Alles ist grün und blüht, spriest, wächst, schnellt gen Himmel. Wer hier sät, der erntet.</p>
<p>In San Alberto sät schon seit Jahrzenten der kolumbianische Konzern <a title="Internetpräsenz Indupalma" href="http://www.indupalma.com" target="_blank">Indupalma</a>.  Er scheint das ganze Städtchen erbauen und das Leben seiner Bewohner über Generationen geprägt zu haben. Ihr Leben lang schufteten die Männer San Albertos für Indupalma, pflückten in mühseliger Handarbeit und in sengender Hitze die begehrten Früchte von den Palmen, schleppten die roten Beeren kilometerweit und tonnenweise zur Raffinerie. Indupalma im Gegenzug bezahlte ihnen Lohn und Rente, konstruierte ihren Kindern Spielplätze und Schulen, erbaute ihren Familien ganze Wohnviertel. Aus den Palmfrüchten wurde Palmöl, und das Palmöl verwandelte sich in irgendwelchen Fabriken in Bogotá oder im Ausland wie durch Zauberhand zu Margarine, Süssigkeiten, Waschmitteln, Seife, Kosmetika oder eben Biotreibstoff. Lange Zeit schien dieses Model für alle Beteiligten zufriedenstellend zu funktionieren: Indupalmas Aktionäre wurden reich und die Mitarbeiter hatten genug zum Leben, waren gewerkschaftlich organisiert und verfügten über Gesamtarbeitsverträge. Sie waren nicht mehr nur einfache Bauern sondern bezahlte Arbeiter mit Sozialversicherungen.</p>
<div id="attachment_189" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero4.jpg"><img class="size-medium wp-image-189" title="Indupalma Propaganda in San Alberto" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero4-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Mit der Palme wächst das Land und wir alle.&quot; - Indupalma</p></div>
<p>In den Neunzigerjahren, die Konzernleitung im fernen Bogotá war mittlerweile in Schieflage geraten und klagte über mangelnde Rentabilität, wendete sich das Blatt. Indupalma entlässt Mitarbeiter, kündigt die Gesamtarbeitsverträge. Die Gewerkschaft setzt sicht zur Wehr und wird zerschlagen - ihre Führungspersonen ermordet, die Mitglieder eingeschüchtert. Der Konzern weist seine ehemaligen Angestellten an, sich zukünftig in Arbeiterkooperativen zu maximal 20 Personen zu organisieren. Diese bezahlt sie im Akkord, pro eingesammelte Tonne Palmfrucht. Davon bezahlt die Kooperative die Sozialversicherungen ihrer Arbeiter, kauft Werkzeuge und organisiert den Transport zur Plantage. Übrig bleibt für den Arbeiter im besten Fall ein Mindestlohn, in der Regel aber nicht genug zum Leben. Auch mit seinen Pensionären geht Indupalma unzimperlich um. Ein Greis erzählt uns, er habe 35 Jahre für Indupalma gearbeitet. Doch seit seiner Pensionierung wird er sukszessive um einen Grossteil seiner Rente betrogen, einfach nicht ausbezahlt. Der Mann zog vor Gericht, doch schon wenig später kam es zu einer aussgerichtlichen Einigung der kolumbianischen Art: Indupalma schmierte die Anwälte des Mannes und diese rührten fortan keinen Finger mehr, die Klage kam zum Erliegen.</p>
<p>Wie der alte geprellte Mann, erhoffen sich an diesem feuchten, heissen Freitagmorgen noch viele andere Menschen aus der Region Antworten auf ihre Fragen, Gerechtigkeit oder zumindest einen Schimmer Hoffnung. Von weither waren sie angereist, meist einfache Bauern oder Plantagenarbeiter und nun standen sie alle vor dem - durch Indupalma erbauten - Gemeindesaal und warteten im Schatten auf den Beginn der ersten Vorträge. Meine Kollegen erklärten mir in der Zwischenzeit den Compromiso-Sicherheitskodex: &#8220;Wenn Du Schüsse hörst, leg dich auf den Boden und halte die Hände über den Kopf. Renne nie davon und wenn du es doch tust, dann immer im Zick-Zack Kurs. Und fährt eine Limousine mit verdunkelten Scheiben und ohne Nummernschild vorbei, so schaue besser weg.&#8221; Ich nicke und kann mir nicht vorstellen, dass in diesem durch Hitze und Feuchtigkeit gelähmten, geradezu apathischen San Alberto geschossen wird.</p>
<div id="attachment_193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero5.jpg"><img class="size-medium wp-image-193" title="Arbeitsgruppe am “Encuentro Regional de Comunidades Palmeras” " src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero5-300x225.jpg" alt="Arbeitsgruppe am “Encuentro Regional de Comunidades Palmeras” " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Arbeitsgruppe am “Encuentro Regional de Comunidades Palmeras” </p></div>
<p>Das Forum beginnt - trotz allem - mit der kolumbianischen Nationalhymne. Die Atmosphäre ist entspannt, draussen kräht ein Hahn, jemand spielt Trompete, der Saal ist mit farbigen Ballonen geschmückt und Frauen verteilen Tinto, schwarzer stark gezuckerter kolumbianischer Kaffee. Die angereisten Plantagenarbeiter veranschaulichen uns nun nun die Kehrseite der Medaille des Agrotreibstoffbooms. Sie erzählen von den sklavenartigen, feudalen Zuständen auf den Plantagen, den miesen leistungsabhängigen Löhnen, den zurückgehaltenen Gehältern, der Mangelernährung, dem fehlenden Zugang zu Bildung und Medizin. Sie erzählen von den Pestizidien, welchen sie schutzlos ausgeliefert sind und welche ihre Kinder vergiften, dem unstillbaren Durst der Palme , welchem die Gewässer zum Opfer fallen, dem Waldsterben, der Bodenerosion, dem Artensterben, der Klimaerwärmung. Und nicht zuletzt erzählen sie von den  systematischen und seit Jahrzehnten währenden Morden an ihren Gewerkschaftsführern, den Vertreibungen, dem spurlosen Verschwinden von Familienvätern.</p>
<div id="attachment_190" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero3.jpg"><img class="size-medium wp-image-190" title="Pestizidien Warnung vor Ölpalme" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero3-225x300.jpg" alt="Zerschossene Pestizidienwarnung vor einer Ölpalme." width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Peligro - Pestizidienwarnung vor einer Ölpalme</p></div>
<p>Es ist kein schönes Bild, welches sie zeichnen und hat nicht viel gemeinsam mit der Vergötterung der Ölpalme durch die Regierung Uribe, welche den Agrotreibstoff und die Monokulturen als heilbringendes Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung Kolumbiens im westlichen Stile sieht. Ohne Rücksicht auf Verluste werden die Plantagen ausgedehnt, die Palmölproduktion subventioniert und private globale Investoren angezogen. Die steigenden Palmölexporte sollen den Import von Nahrungsmittel und anderen Gütern finanzieren. Es ist das längst überholte Model der lateinamerikanischen Exportwirtschaften des zwanzigsten Jahrhunderts, ideologisch legitimiert durch das neoliberale Paradigma des Comparative Advantage, welchem die kolumbianische Regierung nach wie vor die Stange hält. Sie verhält sich somit ganz im Sinne der westlichen Hemisphäre, welche heute wie früher ihren Bedarf nach billigen Rohstoffen in Lateinamerika, Afrika und Asien zu befriedigen sucht. Was früher die unstillbare Gier der spanischen Kolonisatoren nach Edelmetallen ist heute der europäische und nordamerikanische Durst nach vermeintlich sauberen erneuerbaren Treibstoffen und die westliche Illusion der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei gleichbleibendem Verbrauch und Wachstum. Untermauert wird diese Politik durch Subventionen und Richtlinien. So will die EU bis 2020 einen Anteil von 20% der Agrotreibstoffe am Treibstoffgesamtverbrauch erreichen.</p>
<p>In San Alberto lässt sich leicht ausmachen, wer den Preis dieser schizophrenen Energiepolitik bezahlt. Am zweiten Tag des Forums lerne ich den Indupalma-Angestellten Juan kennen, welcher sich bereit erklärt mich auf seinem Motorrad zur Plantage zu fahren. Ohne Helm tuckern wir durch die von Schlaglöchern und Steinen zersetzten Strassen San Albertos, dessen apathisch auf Schauckelstühlen vegetierenden Bewohner uns nachstarren. Einmal kreuzen wir eine Limousine: Getönte Scheiben, kein Nummernschild. Wir blicken zur Seite. Dann brettern wir mit hundert Sachen über die Panamericana und da erblicke ich sie nun zum ersten mal mit eigenen Augen: Palmen, soweit das Auge reicht nur noch Palmen. Sie lassen keinen Platz für Anderes, ihre Blätter bilden ein sonnenundurchlässiges Dach. Wir betreten jetzt Indupalma-Land. Inmitten der Plantage halten wir an. Überall Schilder, welche vor den tödlichen Pestizidien warnen, doch keiner hier trägt Schutzkleidung, geschweige den Atemschutz. Wir reden mit einem Arbeiter, der sich als Thomas vorstellt und uns von der zwölfstündigen Schichtarbeit erzählt.  Immer um sechs Uhr Abends ist Ablösung, rund um die Uhr wird gearbeitet. Sein Werkzeug ist eine speerähnliche Schaufel, welche er unaufhörlich und auf Kopfhöhe in die Palme rammt, um sich Zugang zur wertvollen Palmfrucht zu verschaffen. Auf einer riesigen gerodeten Fläche in der Nähe werden Ölpalmen-Setzlinge gezüchtet. Die Nachfrage ist gewaltig, überall wird gesät. Frauen mit riesigen Sombreros schleppen, setzen und graben unter der brennenden Sonne. Ich schiesse gerade Fotos als Juan plötzlich nervös wird und meint, dass wir uns besser aus dem Staub machen. Auf mein Zögern und Nachfragen hin meint er: &#8220;Ich empfehle Dir, dass wir gehen&#8221;. Wir brausen davon.</p>
<div id="attachment_191" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero1.jpg"><img class="size-medium wp-image-191" title="Ölpalmen-Setzlinge" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/07/encuentropalmero1-300x225.jpg" alt="Setzlinge noch und nöcher. Die Expansion geht weiter." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Setzlinge noch und nöcher. Die Expansion geht weiter.</p></div>
<p>Zurück am Forum in San Alberto treffen die Teilnehmer gerade Massnahmen um dem Treiben der Palmölkonzerne nicht mehr länger tatenlos zuzuschauen. Sie beschliessen juristisch gegen die Verletzungen des Arbeitsrecht und die Zerstörung der Umwelt vorzugehen, sich trotz der Zersplitterung in Arbeiterkooperativen wieder gemeinsam zu organisieren sowie eine nationale Kommission zu gründen, welche die Interessen aller Palmölarbeiter Kolumbiens vertritt. Noch steckt der Widerstand gegen die Monokulturen in den Kinderschuhen, noch sind es wenige, welche sich zusammenschliessen um zu Handeln, doch es ist ein Anfang um aus dem weiten und dunklen Schatten zu Treten, welcher die Ölpalme in Kolumbien wirft.</p>
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		<title>Versuchte Entführung eines Compromiso-Mitarbeiters</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 17:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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Am Mittwoch den 22. April 2009 um 7:00 abends wurde MAURICIO MEZA BLANCO im Barrio Sotomayor in Bucaramanga Opfer einer versuchten Entführung durch Unbekannte.
Zur Denuncia geht es hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc06903.jpg"><img class="size-medium wp-image-177" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc06903-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mauricio im November &#39;08 in Bucaramanga</p></div>
<p>Am Mittwoch den 22. April 2009 um 7:00 abends wurde MAURICIO MEZA BLANCO im Barrio Sotomayor in Bucaramanga Opfer einer versuchten Entführung durch Unbekannte.</p>
<p>Zur Denuncia geht es <a href="http://boletinesdeprensacompromiso.blogspot.com/2009/04/denuncia-publica.html">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>del morir y el nacer, del vivir y el hacer&#8230;</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/04/26/del-morir-y-el-nacer-del-vivir-y-el-hacer/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 21:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Theaterstück aus Kolumbien 
&#8220;Vom Sterben und Geboren werden, vom Leben und vom Tun&#8221; - &#8220;del morir y el nacer, del vivir y el hacer&#8221; mit der Grupo Teatral Arlequín y Los Juglares
Adriana Diosa Colorado  und Oscar Manuel Zuluaga der Theatervereinigung Arlequin y los Juglares legen mit ihrem Stück «Del morir y el nacer, del vivir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/04/invitacionproyecto_teatro.jpg"><img class="size-medium wp-image-173 aligncenter" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/04/invitacionproyecto_teatro-300x209.jpg" alt="" width="375" height="261" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Theaterstück aus Kolumbien </strong></p>
<p style="text-align: center;">&#8220;Vom Sterben und Geboren werden, vom Leben und vom Tun&#8221; - &#8220;del morir y el nacer, del vivir y el hacer&#8221; mit der Grupo Teatral Arlequín y Los Juglares</p>
<p align="left">Adriana Diosa Colorado  und Oscar Manuel Zuluaga der Theatervereinigung Arlequin y los Juglares legen mit ihrem Stück «Del morir y el nacer, del vivir y el hacer» («Vom Sterben und geboren werden, vom Leben und dem Tun») ein lebendiges Zeugnis ab, wie in Kolumbien Hoffnung und Ohnmacht neben- und miteinander leben, vor allem aber auch wie Gemeinschaften mit aktivem, gewaltfreiem Widerstand der Repression und der Gewalt die Stirn bieten und wie sie in all dieser Situation von Schrecken und Gewalt auch die Freude, die Schönheit und die Kreativität aufrecht erhalten</p>
<p align="left"><strong>Das Theaterstück nutzt vor allem die nonverbale Sprache der Gestik und kommt mit wenig gesprochener Sprache aus. Dadurch wird es auch für ein Publikum verständlich, das Spanisch nicht versteht. </strong></p>
<h3><strong>Aufführungen:</strong></h3>
<h2><img src="http://www.askonline.ch/bilder/Adrinajuglares.jpg" alt=" " width="229" height="171" align="right" /></h2>
<p align="left"><strong>Zürich: Montag, 27. April 2009</strong>, 19.30 Uhr<br />
Quartierzentrum Aussersihl,<br />
Hohlstrasse 67, 8004</p>
<p align="left"><strong>Basel: Mittwoch, 29. April 2009</strong>, 15.00 Uhr<br />
Bläsibibliothek, Bläsiring 85<br />
Puppentheater &#8220;El Arbol de los Sombreros&#8221;</p>
<div><strong>Luzern: Donnerstag, 30. April 2009</strong>, 19.30 Uhr<br />
Schulvorstellung 16.00 UhrLukassaal, Morgartenstrasse 16, 6003</div>
<div></div>
<div><strong>Bern:</strong> <strong>Samstag, 2. Mai 2009,</strong> Essen ab 18.30 Uhr<br />
21.00 Uhr Theater, danach Tanzfest<br />
Schloss Köniz, Muhlernstrasse 9, 3098 Köniz</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorpremière: &#8220;Témoin Indésirable&#8221;</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/04/16/vorpremiere-temoin-indesirable/</link>
		<comments>http://www.compromiso-medios.de/2009/04/16/vorpremiere-temoin-indesirable/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:39:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 16. Mai 2009, 14:30 Uhr
Kellerkino, Kramgasse 26, Bern

Im Zentrum dieses humanitären Dramas in Kolumbien steht ein Journalist, der in wöchentlichen Fernsehsendungen die Barbarei anprangert und unliebsame Tatsachen ans Licht bringt. Contravia ist die einzige Sendung, die sich in der von Serien und lokalem Showbiz-Klatsch geprägten Fernsehlandschaft noch halten konnte. Seine Exklusivreportagen brachten Hollman Morris [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>Samstag, 16. Mai 2009, 14:30 Uhr</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kellerkino, Kramgasse 26, Bern</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.compromiso-medios.de/2009/04/16/vorpremiere-temoin-indesirable/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p style="text-align: left;">Im Zentrum dieses humanitären Dramas in Kolumbien steht ein Journalist, der in wöchentlichen Fernsehsendungen die Barbarei anprangert und unliebsame Tatsachen ans Licht bringt. Contravia ist die einzige Sendung, die sich in der von Serien und lokalem Showbiz-Klatsch geprägten Fernsehlandschaft noch halten konnte. Seine Exklusivreportagen brachten Hollman Morris internationale Anerkennung und renommierte Preise ein, aber auch Todesdrohungen und Einschüchterungsversuche aller Art. In dieser feindlichen Atmosphäre erwägen Hollman Morris und seine Familie, das Land zu verlassen.</p>
<p>Der Film schildert den Mut und die Heldenhaftigkeit eines Kriegsjournalisten, er zeichnet aber auch ein kompromissloses Portrait einer komplexen Person mit ihren Überzeugungen, Motiven und Ängsten und mit ihrem Engagement für die Meinungsfreiheit in einem von Krieg zerrissenen Land.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Justicia y Paz - Demobilisierung im Namen der Gerechtigkeit?</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/04/16/justicia-y-paz-demobilisierung-im-namen-der-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fotoausstellung von Jorge Mata zum Friedensprozess in Kolumbien
16. - 30. April 2009, Vidmarhallen, Bern
Jorge Mata ist einer der couragiertesten Fotografen des kolumbianischen Friedensprozesses und der Akteure der Zivilgesellschaft. Auf der Suche nach Gerechtigkeit verschafft er sich Zugang zu allen Lagern der Gesellschaft und wurde für seine eindrücklichen Bilder ausgezeichnet.
 
Hintergund zur Ausstellung 
2005 wurde das Gesetz «Gerechtigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/04/ch_expo_demobilisierung545_c_jorge_mata.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-167" title="ch_expo_demobilisierung545_c_jorge_mata" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/04/ch_expo_demobilisierung545_c_jorge_mata-300x99.jpg" alt="" width="522" height="132" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Fotoausstellung von Jorge Mata zum Friedensprozess in Kolumbien</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>16. - 30. April 2009, Vidmarhallen, Bern</strong></p>
<p><em>Jorge Mata</em> ist einer der couragiertesten Fotografen des kolumbianischen Friedensprozesses und der Akteure der Zivilgesellschaft. Auf der Suche nach Gerechtigkeit verschafft er sich Zugang zu allen Lagern der Gesellschaft und wurde für seine eindrücklichen Bilder ausgezeichnet.</p>
<p class="bodytext"><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<h3><strong><strong><strong>Hintergund zur Ausstellung </strong></strong></strong></h3>
<p class="bodytext">2005 wurde das Gesetz «Gerechtigkeit und Frieden» (Justicia y Paz) in Kolumbien eingeführt, welches die Demobilisierung der Paramilitärs und deren Amnestie ermöglicht. Seither sind 40’000 Waffen abgegeben worden. Trotzdem ist laut unabhängigen Berichten die Zahl der bewaffneten Personen, die den Paramilitärs oder der Guerilla angehören, kaum zurückgegangen. Viele der Demobilisierten finden ihre Zukunft im regulären Militär oder im privaten Sicherheitssektor. Es stellt sich die Frage, welche Zukunft die demobilisierten Kämpfer langfristig haben und wie sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können? Wie wird es je zu Gerechtigkeit für die Zivilgesellschaft kommen, die in den 40 Jahren Krieg und Vertreibung viele Menschen verloren hat? Ist Frieden ohne Gerechtigkeit möglich?</p>
<h6>Vidmarhallen,<br />
Könizstrasse 161<br />
3097 Bern-Liebefeld<br />
Bus Nr. 17 Richtung „Köniz  Weiermatt“ bis Station Neumattweg</h6>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Peacewatch sucht Menschenrechtsbeobachter in Kolumbien</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/03/15/peacewatch-sucht-menschenrechtsbeobachter-in-kolumbien/</link>
		<comments>http://www.compromiso-medios.de/2009/03/15/peacewatch-sucht-menschenrechtsbeobachter-in-kolumbien/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 21:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Moment befinden sich laut Peace Watch Switzerland erste Menschenrechtsbeobachter aus der Schweiz in der Provinz Santander, wo sich auch die Stadt Bucaramanga befindet. Wie die Menschenrechtsorganisation in ihrem Newsletter schreibt, wird es noch in diesem Sommer zu regulaeren Einsaetzen von Menschenrechtsbeobachtern in Kolumbien kommen:
Die Planungen im Kolumbienprojekt werden konkreter. Wir freuen uns Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Moment befinden sich laut <a href="http://www.peacewatch.ch">Peace Watch Switzerland</a> erste Menschenrechtsbeobachter aus der Schweiz in der Provinz Santander, wo sich auch die Stadt Bucaramanga befindet. Wie die Menschenrechtsorganisation in ihrem Newsletter schreibt, wird es noch in diesem Sommer zu regulaeren Einsaetzen von Menschenrechtsbeobachtern in Kolumbien kommen:</p>
<blockquote><p>Die Planungen im Kolumbienprojekt werden konkreter. Wir freuen uns Ende Februar mit einer Pilotphase in Kolumbien starten zu können. Diese wird bis in den Sommer reichen. Gleichzeitig werden wir erfahrene PWS-Einsatzleistende für Einsätze ab Juli vorbereiten, um dem Projekt die<br />
notwendige Kontinuität zu geben. Die Einsätze werden drei bis dreieinhalb Monate dauern.</p></blockquote>
<p>Das Projekt verfolgt aehnliche Ziele wie es auch das COMPROMISO-MEDIOS Projekt verfolgt:</p>
<blockquote><p><span id="mainContent" class="mainText"> Wir beobachten zum Schutz der Zivilbevölkerung. Die internationale Präsenz vor    Ort erschwert Übergriffe auf die Zivilbevölkerung. Menschenrechtsverletzungen können so nicht   unbemerkt geschehen. Allen am Konflikt beteiligten Parteien und der betroffenen    Zivilbevölkerung zeigt die Anwesenheit von internationalen Freiwilligen, dass    der Konflikt in Kolumbien international bekannt ist und aufmerksam verfolgt wird.</span> (&#8230;) Die Einsätze sensibilisieren auf verschiedenen Ebenen: Freiwillige, die einen Einsatz leisten, gewinnen eine tiefe Einsicht in die Probleme der kolumbianischen Gemeinschaften. Jenseits des touristischen Blickwinkels erleben sie eine andere Realität Kolumbiens. In der Schweiz erhalten wir so Informationen aus erster Hand: Augenzeugenberichte beschreiben die Probleme, deren Ursachen und Symptome. Die Berichte der zurückgekehrten Freiwilligen werden veröffentlicht und verbreitet. Durch Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz werden wir, und vor allem der Konflikt, stetig bekannter. Alle Freiwilligen leisten nach ihrem Einsatz einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit.</p></blockquote>
<p>Falls jemand interessiert ist, einen 3-monatigen Einsatz als Menschenrechtsbeobachter in Kolumbien zu leisten, so meldet euch bitte in der Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 044 272 27 88 oder per Mail unter <a class="fixed" onclick="popup_imp('/horde/imp/compose.php',700,650,'to=info%40peacewatch.ch&amp;thismailbox=INBOX');" href="https://mail.unibe.ch/horde/imp/message.php?thismailbox=INBOX&amp;mailbox=%2A%2Asearch_5i4s5kz2exog0k4g4kcwo4&amp;index=3324#">info@peacewatch.ch</a> .</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Strategie der Einschüchterung</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/03/07/die-strategie-der-einschuchterung/</link>
		<comments>http://www.compromiso-medios.de/2009/03/07/die-strategie-der-einschuchterung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 22:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Erste Bekanntmachung: Wir wissen wo du wohnst&#8221;

Diese Botschaft wurde in den letzten Wochen an mehrere Häuser von Mitgliedern der Studentenschaft der UIS (Universidad Industrial de Santander) und der Gewerkschaft der Universität SINTRAUNICOL in Bucaramanga aufgesprayt. Vorangegangen wurde diese Botschaft durch einen Drohbrief, der per e-mail an die betreffenden Institutionen versandt wurde. Als Absender wird der BLOQUE METROPOLITANA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8220;Erste Bekanntmachung: Wir wissen wo du wohnst&#8221;</h3>
<p><a href="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/03/amenazas.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-162" title="amenazas" src="http://www.compromiso-medios.de/wp-content/uploads/2009/03/amenazas-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></p>
<p>Diese Botschaft wurde in den letzten Wochen an mehrere Häuser von Mitgliedern der Studentenschaft der UIS (Universidad Industrial de Santander) und der Gewerkschaft der Universität SINTRAUNICOL in Bucaramanga aufgesprayt. Vorangegangen wurde diese Botschaft durch einen Drohbrief, der per e-mail an die betreffenden Institutionen versandt wurde. Als Absender wird der BLOQUE METROPOLITANA DE BUCARAMANGA NUEVA GENERACION AGUILAS NEGRAS genannt. In dem Mail werden verschiedene Studentenorganisationen und die Mitglieder der Gewerkschaft als &#8220;militaerische Ziele&#8221; erklaert. Weiter wird ausgefuehrt, dass die Initianten (die laut eigenen Aussagen selbst der Studentenschaft der UIS angehoeren) Anhaenger der sogenannten &#8220;Politik der demokratischen Sicherheit&#8221; des Praesidenten Alvaro Uribe sind und bis zum Ende an dieser Ideologie festhalten wollen. Um diesen &#8220;Endsieg&#8221; zu erringen muss auch die Universitaet - als einer der letzten Horte der Guerilleros - gesaeubert werden. Die Studentenbewegung sei nichts anderes als ein Pack von verkleideter Terroristen die der FARC dienen. Die Initianten - so die Botschaft - erklaeren den genannten Organisationen und Personen den &#8220;frontalen Krieg mit Blut und Feuer&#8221;. Das Mail endet mit dem Satz: &#8220;Wir werden euch toeten, Hurensoehne!&#8221;</p>
<p>Leider sind Drohungen dieser Art in Kolumbien an der Tagesordnung. Da an der Universitaet auch Studenten sind, die der Politik des Praesidenten bzw. paramilitaerischen Organisationen nahestehen, muessen solche Drohungen Ernst genommen werden - mit einer vernichtenden Wirkung: Jegliche (konstruktive) Kritik wird gewaltsam unterbunden und ein Klima der Angst breitet sich aus. Personen die in den Hassmails persoenlich genannt werden halten sich in Zukunft von oeffentlichen Stellungsnahmen zurueck, wechseln die Stelle, den Wohnort, das Land - oder sie riskieren weitere Morddrohungen, die absolute Unfaehigkeit sich in sozialen Belangen oeffentlich einzusetzen, den Verlust der Privatsphaere, Verfolgungswahn&#8230;im Extremfall ihr eigenes Leben bzw. das ihrer Familienangehoerigen. Deshalb ist die Organisation in Studentenorganisationen, Gewerkschaften oder anderen Interessensgruppen in Kolumbien lebensgefaehrlich!</p>
<p>Die Morddrohung (die <a href="http://www.estudiantesuis.org/index.php?archivo=articulos&amp;num=219">hier</a> nachgelesen werden kann) ist nur ein Beispiel unter vielen. Da aber einige unserer engsten Freunde in Bucaramanga von dieser Drohung direkt betroffen sind, soll dieses Beispiel hier aufgefuehrt werden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Drohung gegen Schweizer TV-Team</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/03/03/drohung-gegen-schweizer-tv-team/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 14:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.compromiso-medios.de/?p=159</guid>
		<description><![CDATA[Film-Crew verlässt Kolumbien
Ein Schweizer Filmteam hat nach schweren Drohungen seine Dreharbeiten in Kolumbien abbrechen und das Land verlassen müssen. Die Sicherheit der Equipe war nicht mehr gewährleistet, wie das Westschweizer Fernsehens TSR und der französisch-deutsche Kultursender Arte mitteilten. Das Filmteam arbeitete seit drei Wochen am Dokumentarfilm «Impunity», einer Koproduktion von TSR und Arte.
Im Film geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Film-Crew verlässt Kolumbien</h3>
<p>Ein Schweizer Filmteam hat nach schweren Drohungen seine Dreharbeiten in Kolumbien abbrechen und das Land verlassen müssen. Die Sicherheit der Equipe war nicht mehr gewährleistet, wie das Westschweizer Fernsehens TSR und der französisch-deutsche Kultursender Arte mitteilten. Das Filmteam arbeitete seit drei Wochen am Dokumentarfilm «Impunity», einer Koproduktion von TSR und Arte.<br />
Im Film geht es um einen Prozess gegen kolumbische Militärchefs, die im Zusammenhang mit der Ermordung von tausenden von Zivilisten derzeit vor Gericht stehen. Der schweizerisch-kolumbianische Regisseur Juan Lozano und die in Genf ansässige Produktionsfirma <a href="http://www.intermezzofilms.ch">Intermezzo Films</a> seien in der Folge bedroht worden, teilten TSR und Arte mit. Die von «Echten Kolumbianern» unterzeichneten Drohschreiben seien aufelektronischem Weg eingegangen, sagte Juan Lozano. Die Urheber vermuteter in Kreisen paramilitärischer Gruppierungen.<br />
In den Drohschreiben werde der Filmequipe vorgeworfen, in Europa gegen die «demokratische Bewegung» Stimmung zu machen, die Präsident Alvaro Uribe in Kolumbien errichten wolle. Die Filmequipe hat sowohl in Kolumbien als auch in Genf Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.</p>
<p>Anmerkung: Die Produktion war zusammen mit dem kolumbianischen Filmemacher <a href="http://www.morrisproducciones.com">Holman Morris</a>, bekannt durch seine kritischen DOKs &#8220;Contravia&#8221;, geplant. Morris, dessen investigativer Journalismus unter anderem von der Schweiz mitfinanziert wird, ist der Regierung Uribe seit laengerem ein Dorn im Auge. Er wurde mehrmals angeklagt und ist Empfaenger zahlreicher Morddrohungen durch paramilitaerische Organisationen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Xstrata und Nestlé - Schweizer Profit in Kolumbien</title>
		<link>http://www.compromiso-medios.de/2009/01/30/xstrata-und-nestle-schweizer-profit-in-kolumbien/</link>
		<comments>http://www.compromiso-medios.de/2009/01/30/xstrata-und-nestle-schweizer-profit-in-kolumbien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 14:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.compromiso-medios.de/?p=156</guid>
		<description><![CDATA[2. Februar 2009, 19.30 Uhr
Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, Bern
Seit Jahrzehnten herrscht in Kolumbien ein grausamer bewaffneter Konflikt. Insbesondere jene, die den Profitinteressen der herrschenden Eliten entgegen treten, werden systematisch vertrieben, verfolgt und ermordet: KleinbäuerInnen, VertreterInnen von Menschenrechts-, Frauenorganisationen und Gewerkschaften.
Wirtschaften in einem solchen konfliktgeladenen Kontext verlangt eine besondere Verantwortung. Auch Schweizer multinationale Konzerne sind in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>2. Februar 2009, 19.30 Uhr</h4>
<h4>Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, Bern</h4>
<p>Seit Jahrzehnten herrscht in Kolumbien ein grausamer bewaffneter Konflikt. Insbesondere jene, die den Profitinteressen der herrschenden Eliten entgegen treten, werden systematisch vertrieben, verfolgt und ermordet: KleinbäuerInnen, VertreterInnen von Menschenrechts-, Frauenorganisationen und Gewerkschaften.</p>
<p>Wirtschaften in einem solchen konfliktgeladenen Kontext verlangt eine besondere Verantwortung. Auch Schweizer multinationale Konzerne sind in Kolumbien tätig, wie z.B. Nestlé, die Nummer 1 der globalen Lebensmittelindustrie, oder Xstrata, der mit Glencore liierte Rohstoffmulti. Wie erzielen diese Konzerne ihre Gewinne in Kolumbien?  Wie verhalten sie sich gegenüber ihren Mitarbeitenden, den Gewerkschaften, der lokalen Bevölkerung und anderen Betroffenen und der Umwelt?</p>
<p>Informationsveranstaltung mit Vertretern der kolumbianischen<br />
Gewerkschaften:</p>
<p>* Sintracarbón (Gewerkschaft der Kohlenarbeiter) und<br />
* Sinaltrainal (Lebensmittelgewerkschaft)</p>
<p>www.multiwatch.ch</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
	</channel>
</rss>
